Lutherhaus in Aktion – der Kirchentag im Rückblick

31. Mai 2017 von Jörg Gintrowski

Beim Kirchentag auf dem Weg, der Himmelfahrt in Jena und Weimar statt fand, war das Lutherhaus mit vielen Beiträgen vertreten.

Angebote im Lutherhaus

Es gab u.a. einen Vortrag mit Führung zu "Luther in Jena" von Prof. Gerhard Jahreis und ein Karlstadt, Luther und die OrlamünderTheaterstück von Laienschauspielern aus Orlamünde. Unser Seelsorgeangebot wurde nicht nachgefragt, dafür aber das "Tischgespräch mit Luther und Käthe" umso mehr: Bei Brot, Schmalz, Kräuterquark und einem Becher Bier steht der Herr Reformator für Fragen zur Verfügung. Christoph Rymatzki Luthermahl 1Er erzählt von seinem Elternhaus, seinen Studien in Eisenach und dem Blitz bei Stotternheim. Katharina Luther steht ihrem Gemahl nicht nach. Sie berichtet vom Leben im Kloster, von der Flucht und dem ersten Zusammentreffen mit dem Reformator, ihrer Hauswirtschaft und der Arbeit vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Dazu werden Lieder aus der Feder Luthers gesungen

Aufwind-Spezial auf dem Markt

Jörg predigtHin zur Mitte! Fokus auf das Wesentliche! Das war die Bewegung der Reformation. Das wollen wir auch: Wir haben einen Aufwind-Spezial-Gottesdienst auf dem Markt gestaltet: Wir wollten das entscheidende Thema der Kirche ins Zentrum stellen, in die Mitte von Jena: Jesus Christus, in dem Gott selber in seiner Liebe auf uns zu kommt! Es geht in der Kirche nicht zuerst um Politik oder um Luther oder um Traditionspflege, sondern um die Begegnung mit dem auferstanden Christus. Es geht um Gott.

Wenn Gott kommt, stellt er unseren selbstgemachten Lebensstil in Frage. Es gibt "Stress mit Jesus"! In drei biblischen Geschichten, die wir auf der Bühne nachgespielt haben, ist Jesus in die Konfrontation mit seinen Zuhörern gegangen.Theaterszene Das war krass, überraschend, schmerzhaft und heilsam zugleich: Den Jüngern macht er klar, dass es im Reich Gottes darum geht, sein Ego zu kreuzigen, damit er einen neuen Menschen aus uns machen kann. Der Frau aus Samarien spricht er auf ihren Lebenshunger an und sie entdeckt bei ihm die Liebe, die sie sonst nirgends finden konnte. Den Gelähmten und seinen Freunden konfrontiert Jesus mit ihren Glückserwartungen an Gott. Er enttäuscht sie, aber er schenkt ihnen etwas viel Größeres und Besseres, als sie erwartet haben indem er spricht: "Mein Sohn, Dir sind Deine Sünden vergeben!"

BandWir wollen den lebendigen Jesus in der Mitte der Stadt bezeugen! Also wurden T-Shirts gedruckt, Liedzettel erstellt, Anträge verschickt, Theaterstücke geprobt, eine Band zusammengestellt… insgesamt waren mehr als 50 ehrenamtliche Mitarbeiter beteiligt. Hunderte Mails und Telefonate gingen mit der Stadt, r2017 (dem Trägerverein des Kirchentags), dem Kirchenkreis und noch viel mehr Stellen hin und her.

Für die meisten von uns war es der erste Auftritt vor einem so großen Forum – aber Gott hat uns ermutigt durch sein Wort, so dass wir mit Römer 1,16 nachsprechen konnten: "Ich schäme mich nicht für das Evangelium, denn es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der an Jesus glaubt."

Pinwand Christoph Rymatzki Gespraech Markt Feedbackrunde

Freitagnachmittag, 15:30 Uhr: Mehrere hundert Menschen kommen bei strahlendem Sonnenschein auf den Markt. Gottes Geist schenkt eine fröhliche und herzliche Stimmung, so dass viele Passanten erstaunt da blieben. Wie auch sonst im Aufwind gibt es für alle Anwesenden die Möglichkeit den Gottesdienst selbst mitzugestalten; auf Karten können sie Fragen zu Jesus und zum Aufwind-Konzept aufschreiben. Dafür hatten wir Pinnwände gebaut und an die Seiten des Marktes gestellt.  Aufwind T-ShirtsÜberall sind Mitarbeiter in Aufwind-T-Shirts, die Kontakt zu den Besuchern aufbauen. Gegen Ende des Gottesdienstes werden die Fragen aus dem Publikum auf der Bühne verlesen und von einer Gruppe Mitarbeiter beantwortet. Wir beten für die Menschen unserer Stadt und segnen sie im Namen des Herrn über Himmel und Erde, im Namen von Jesus Christus.

MarktplatzEin junger Mitarbeiter berichtete bei der Auswertung, dass seine Eltern zu Tränen gerührt waren von dem, was sie dort gehört haben; andere sagten uns, so lebendig und fröhlich hätten sie Gottesdienst noch nie erlebt. Auch für uns selber war es gut, dass wir diese Mutprobe gewagt haben, statt uns hinter Lutherhaus-Mauern zu verstecken. Wir haben gemerkt: Die frohe Botschaft von Jesus will zu den Menschen, die sie noch nicht kennen. Und wir dürfen sie weitertragen.