Umbau

Nach der Reformation verfiel die Kirche offensichtlich. Um sie weiter als Dorfkirche nutzen zu können, wurde der Chor vom zerstörten Langhaus 1636 mit einer massiven Steinwand abgegrenzt. 1691 erfolgte der Einbau der Patronatsloge (Abb. unten). Durch diese und die zwei eingebauten Emporen wurden die mittelalterlichen Wandbemalungen verdeckt. Eine noch heute erhaltene, im Barock gefertigte Bretterdecke schloss den Kirchraum zum Dachboden ab.
1694 stiftete Kirchenrat und Superintendent Johannes Schlemm für die Kirche einen Kanzelaltar, der von einem reich verzierten Baldachin in Pyramidenform auf palmenartigen Säulen überdacht wurde (Abb. rechts). Er war ein besonderes Identitätszeichen der Kirche von Ziegenhain, wurde bei ihrer Restaurierung 1991 allerdings entfernt.

