Luther im Lutherhaus eingetroffen

Dienstag, 2. Februar 2010

Fotokopie seiner Grabplatte soll hier einen neuen Platz finden

Die Stadtkirche St. Michael beherbert manche Schätze, darunter die originale Grabplatte Martin Luthers. Sie war 1549 vom Erfurter Glockengießer Heinrich Ziegler gefertigt wurden, erreichte aber infolge des Schmalkaldischen Krieges nie ihr eigentliches Ziel in der Schlosskirche zu Wittenberg.

Nach über 430 Jahren war am 02. Oktober 2009 die Grabplatte Martin Luthers erneut auf Reisen gegangen – diesmal zur Landesausstellung »Fundsache Luther« in Halle. Ihren Platz nahm derweilen eine hinterleuchtete Fotokopie ein, die durch ihren realistischen Eindruck viele Besucher überraschte.

Nun ist die orginale Platte wieder zurück an ihrem Platz in St. Michael. Was lag nun näher, als die Fotokopie dem Haus anzubieten, das in Jena den Namen des Reformators trägt? Der Vorgängerbau des Lutherhauses hatte nach dem Krieg sogar eine Zeitlang die originale Platte in Obhut, bis die Kriegsschäden an der Stadtkirche wieder beseitigt worden waren. Wo die Fotokopie im Lutherhaus ihren neuen Platz findet, ist noch nicht geklärt. Solange kann man sie im Vorraum des Haupteingangs besichtigen.