Das war das Emmaus-Seminar

Freitag, 16. Januar 2009

»Wenn du ein Bettler bist, musst du dem anderen sagen, wo es etwas zu essen gibt. So ist es mit den Christen auch, sie sollen anderen das Brot des Lebens weitergeben, das sie selbst ernährt.« so Pfr. Jörg Gintrowski.

Da hat er Recht, das leuchtet mir ein. Ich hatte mich zum Seminar angemeldet, um neue Impulse zu bekommen, wie ich von meinem Glauben erzählen kann. Mal ehrlich, wie oft traut man sich schon mit Nichtchristen.

Was mich überrascht hat, war der Gedanke des »Beziehungsnetzes«. Das sind alle Menschen, mit denen ich auf natürliche Weise Kontakt habe: Nachbarn, Freunde, Verwandte, Bekannte, Arbeitskollegen. In den Einheiten ging es immer wieder darum, wie ich für »meine Leute« bete und wie ich ihnen dienen kann. Das wurde ganz anschaulich, als wir uns gegenseitig die Füße wuschen, wie es Jesus damals für seine Jünger tat. Ziemlich eindrücklich war das. Wenn die Menschen merken, dass wir es ehrlich gut mit ihnen meinen, dann nehmen sie uns auch ab, was wir über Jesus sagen.

Was mir besonders gefallen hat am Emmaus-Seminar war der Kontakt mit Leuten, die ich noch gar nicht kannte. Zu sehen, wie wir innerhalb vier, fünf Wochen zu einer Gruppe zusammen gewachsen sind, mit ihnen gemeinsam die Bibel zu lesen und zu merken, dass man sich auf das verlassen kann, was Gott uns sagt. Das war richtig ermutigend.

Antje Dietzel